06.12.2017 – Explosion in Wendlinger Firma entpuppt sich als bersten von Anlageteilen

Wendlingen (pol) – Ein Arbeitsunfall in einer Aluminiumgießerei hat am frühen Mittwochmorgen zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte geführt. Zunächst war eine Explosion bei der Firma in der Heinrich-Otto-Straße gemeldet worden. Im Druckausgleichsbehälter einer Anlage zur Wärmerückgewinnung war es kurz nach 6.30 Uhr aus bislang unbekannter Ursache zu einem Überdruck gekommen. In dessen Folge barsten ein Teil der durch die Halle verlegten Leitungsrohre, Teile der Deckenverkleidung sowie der Druckausgleichsbehälter auf einen Schlag, was zu einem lauten Knall führte. Zum Zeitpunkt des Unglücks hielten sich etwa 20 Mitarbeiter in der Firma auf. Beim Hinauslaufen aus der Produktionshalle stürzten zwei Männer zu Boden und zogen sich leichte Verletzungen zu. Sie mussten mit einem Rettungswagen zur Behandlung in eine Klinik gebracht werden. An die Unglücksstelle rückten die Feuerwehr mit drei Fahrzeugen und 14 Einsatzkräften sowie der Rettungsdienst mit vier Fahrzeugen, darunter einem Notarzt und einem Einsatzleiter, aus. Während des Einsatzes musste die Heinrich-Otto-Straße für etwa eine Stunde gesperrt werden. Die Stadtwerke und der Gasnotdienst sowie das Gewerbeaufsichtsamt wurden sofort verständigt. Der Arbeitsbereich Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Reutlingen hat die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Die Schadenshöhe an der Anlage steht noch nicht fest. Sie dürfte sich jedoch im fünfstelligen Bereich befinden. Am Mittwoch wurde die Produktion vorerst nicht mehr aufgenommen.

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