28.11.2019 – Verwaltungsstab probte mit Stadtwerken und Feuerwehr den Ernstfall

Esslingen (pm) – „Aufgrund einer (angenommenen) Trinkwasserverunreinigung mit blauem, übel riechenden Wasser können sich in vielen Bezirken Esslingens rund 45.000 Bürgerinnen und Bürger in 6.000 Gebäuden nicht mehr selbst mit Trinkwasser versorgen“. Dieses Szenario war Ausgangspunkt für eine seit längerem geplante Katastrophenübung, die der Führungsstab gemeinsam mit dem Verwaltungsstab der Stadt Esslingen in der Hauptfeuerwache am Donnerstagvormittag ( 28.11.) veranstaltete. Die Übung gab den Mitgliedern des 2018 gegründeten Verwaltungsstabs, der sich aus ausgewählten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung und Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger als Stabsleiter bzw. seinem Vertreter zusammensetzt, die Möglichkeit, die in Schulungen bislang vermittelten Kenntnisse anhand eines angenommenen Ernstfalls praktisch anzuwenden. Zugleich konnte das Zusammenspiel mit dem Führungsstab der Feuerwehr, dem Verwaltungsstab und der Stadtwerke Esslingen GmbH trainiert werden. Andreas Gundl von der Feuerwehr Esslingen hatte die Übung in Absprache mit dem bei den SWE GmbH zuständigen Fachbereichsleiter intensiv vorbereitet.

Während Kommandant Oliver Knörzer die unterstützenden Einsätze der Feuerwehr etwa bei Lautsprecherdurchsagen mit Feuerwehrfahrzeugen an die Bevölkerung plante, erhielt der Verwaltungsstab immer wieder neue Aufgaben zur Unterstützung der Wehr und der Stadtwerke und zur Vorsorge für die Bevölkerung. Die Gesamtkoordination der Hilfeleistungen lag in den Händen von Bürgermeister Ingo Rust. Die Verwaltungsstabsmitglieder mussten unter anderem Übersichtspläne der Stadt Esslingen beschaffen, den Transport von Trinkwasser durch das THW sowie 4 Wasserverteilstellen mit der SWE im Stadtgebiet organisieren, mit Anrufen besorgter Bürger umgehen sowie die Schließung von Bädern, Kitas, Schulen sowie des Weihnachtsmarktes organisieren und eine Notbetreuung für die betroffenen Kitas einrichten.

Eine wichtige Aufgabe der Übung war es auch, die internen Mitarbeiter der Verwaltung und der SWE sowie die Öffentlichkeit über die Homepage, Social Media-Kanäle, Handzettel für Eltern, die Einrichtung eines Bürgertelefons  und eine Pressekonferenz im Neckar Forum flächendeckend zu informieren, um das Trinkwasser und Brauchwasser unter den erschwerten Bedingungen an die Bürger verteilen und Warnhinweise verbreiten zu können. Und sie über den Umstand zu informieren, dass sie kein Wasser trinken und nicht duschen sollen, bis entsprechende Ergebnisse der Laboruntersuchungen feststehen würden. Alle fiktiv betroffenen Einrichtungen wurden dabei über die angenommene Trinkwasserverunreinigung informiert. Der Einsatzstab der Stadtwerke Esslingen hatte an verschiedenen fiktiven Wasserstellen die Aufgabe, diese von Mettingen bis Zell und auf die Esslinger Höhenlagen zu kontrollieren.


Am Ende der weitreichenden Übung bedankten sich Bürgermeister Ingo Rust sowie Oliver Knörzer und Andreas Gundl von der Feuerwehr und die Einsatzleiter der Stadtwerke bei allen Mitwirkenden für ihren engagierten Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit. Für die Mitglieder des Verwaltungsstabs, der nur im Falle von Großschadenslagen zusammentritt, war es das zweite Mal, dass sie an einer Übung dieser Art teilnahmen. „Gerade auch der Umgang mit einer eventuellen Krisensituation kann und muss geübt werden“: dazu haben alle Mitwirkenden wertvolle praktische Impulse und wichtige Erkenntnisse aus diesem Vormittag mitgenommen.  

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